Agenda
Agenda

In the Cut

Saarbruecken (D) - Stadtgalerie Saarbrücken

Sexualität spielt in der Kunstgeschichte von Anfang an eine entscheidende Rolle – als Bildthema ebenso, wie als Motivation und Auslöser künstlerischer Produktion. Doch bis in die 1970er Jahre war es der männliche Blick auf den weiblichen Körper, der die Politik dieser Bilder geprägt hat. So konzentrierten sich auch Künstlerinnen in ihrer feministischen Auseinandersetzung mit erotischen Themen zunächst auf die Erkundung des eigenen Körpers, während der (hetero-)erotische Blick auf den Mann bis heute in der Kunst eine Ausnahme darstellt. Wenn feministische Künstlerinnen ihren begehrlichen Blick auf den männlichen Körper werfen, brechen sie gleich mehrere Tabus und kehren die Machtverhältnisse um, die dem traditionellen Bilderkanon eingeschrieben sind. Mit ihren Darstellungen erotischer Männerkörper erheben sie Anspruch auf sexuelle Selbstbestimmung und künstlerische Autorität. Gleichzeitig stellen sie klassische Rollenzuschreibungen in Frage und eröffnen den Diskurs für neue Möglichkeiten sexueller Identität.
Künstlerinnen, wie Louise Bourgeois (USA), Herlinde Koelbl (DE), Eunice Golden (USA), Joan Semmel (USA), Betty Tompkins (USA) oder Carolee Schneemann (USA) haben diese Auseinandersetzung bereits seit den 1960er Jahren vorangetrieben. Ihre Werke werden diese international besetzte Themenausstellung ebenso bestimmen, wie Vertreterinnen der jüngeren Generation mit Sophie Calle (FR), Anke Doberauer (DE), Tracey Emin (GB), Alicia Framis (ES), Kathleen Gilje (USA), Aude du Pasquier Grall (FR), Anna Jermolaewa (RU), Julika Rudelius (DE), Mwangi Hutter (DE/KE), Jana Sterbak (CAN), Susan Silas (USA) und Paula Winkler (DE).

Où?

24, St Johannermarkt
D-66111 Saarbruecken (D)
Deutschland
+49 681 905 1842

stadtgalerie@saarbruecken.de
Audience: Jeunes, Adultes, Seniors